Dienstag, 16. Juli 2019

Knife Wife - Family Party Ep (Sister Polygon Records)

Gäbe es eine Vertonung von Douglas Couplands "Generation X" könnte es dieser erste Longplayer von Knife Wife sein, der erst kürzlich auf dem hauseigenen Label der Priests erschienen ist. Tröger und desolater könnte eine Band kaum mehr vor sich dahin dümpeln und ausnahmsweiße zitier ich mich selbst: "Als würde man durch Sirup schwimmen", irgendwie durch den Tag torkeln als passiver, unbeeindruckter Beobachter aller möglichen Schrecken und Wunder.

Lethargie ist ein schönes Wort, mit dem ich schon sehr früh in der Schule konfrontiert wurde, was auch hier bestens zutrifft. Auch werde ich an eine Schulfreundin erinnert, die eigentlich immer ein ziemliches Mauerblümchen war, nicht selten Mobbing ausgesetzt war und mir irgendwann mit einem recht wahnsinnigen Blick ihr neues Schnappmesser zeigte. Jetzt ist sie in einer Studentenverbindung. 

Abartige Loser-Mugge und das mein ich sehr positiv, obwohl man schon merkt, dass die Leute es wirklich drauf haben, eine beste Mischung aus den Whines, P.J. Harvey und anderem runtergerotzten Zeug aus den 90ern präsentieren. Läuft mir sehr gut rein und finde ich sehr nachfühlbar. Bandcamp

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