Mittwoch, 29. Mai 2019

Not On Tour - Growing Pains Lp (Sbäm)

Ich muss gestehen, als ich sie "damals" im Epplehaus sah, haben sie nicht gerade einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, wurde aber wenige Monate oder Jahre später von einer Freundin und ihrer Playlist wieder eines Besseren belehrt.

Jetzt, einiges an Jährchen vergangen, stoße ich etwas verspätet auf ihren neuen Tonträger, dessen Artwork nicht nur schon die volle Breitseite an Referenzen und Querverweißen auffährt, der aber auch textlich einiges an Knöpfen zu drücken versteht.

So viel zur Effekthascherei, die momentan zum allgemeinen Chic geworden zu sein scheint, was ich nicht schlimm finde, solange die Musik dahinter auch stimmt und die Band versteht ihr Handwerk besser denn je. Ich tu mir immer noch ein wenig schwer mit PopPunk oder SkatePunk. Wie auch immer man das nennen möchte, aber Not On Tour machen ihre Sache wirklich sehr gut, was natürlich nicht zuletzt schon der wahnsinnigen Stimme der Sängerin geschuldet ist. 

Die Instrumentierung fährt jetzt nicht unbedingt Überraschendes auf, aber die klassischen Elemente werden doch frisch genug präsentiert, um sie nicht in der Fülle ähnlicher Bands untergehen zu lassen.

Auch sonst merkt man, dass hinter der Band nicht gerade die üblichen Klebstoffschnüffler stecken, die sich sonst in diesem Genre gerne mal breit machen, sondern Leute, die nicht nur einiges von der Welt gesehen haben, sondern eine Menge Dinge, die gerade für viele Leute erlebbar sind auch textlich in einem sehr gelungenen Rundumschlag präsentieren, der trotz Allem sehr positiv und ansteckend ausfällt. Im Moment läuft mir das sehr gut rein, ist irgendwie genau die Art von Musik, die man an einem warmen Tag am Baggersee ohne weiteres laufen lassen kann, ohne Gefahr zu laufen, dafür gelyncht zu werden. 

Zusammen mit der LP von Press Club sicherlich einer der ernstzunehmenderen Releases, die das Genre gerade so vorzuweißen hat. Bandcamp   

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