Samstag, 18. Mai 2019

Institute - Readjusting The Locks Lp (Sacred Bones)

Sowohl Sacred Bones als auch Institute müssen hier eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Fast alle, die sich doch ab und an auf diesen Blog verirren, kennen und schätzen beide, denk ich doch mal. Trotzdem, es handelt sich bei beiden immer noch um Instanzen, die -trotz aller Bekanntheit- in den selben Gewässern fischen wie deine bevorzugte Dorfkapelle, also immer noch DIY groß schreiben. 

Alleine schon Sacred Bones zeigt doch auf, wie einfach manchmal die Dinge laufen können: "John Carpenter? Spitzen Soundtracks! Ich glaub ich schreib den mal an, ob er nicht eine Best-Of mit uns veröffentlichen möchte." Und schon passiert! Leute, traut euch doch bitte was: "Institute? Wahnsinnige Band. Ich glaub ich schreib die mal an, ob die unseren Laden beschallen möchten." So und nicht anders kommen doch die besten Konzerte zustande und nicht immer nur warten, bis ÜberPunk XY bei dir persönlich anfragt, ob er oder sie nicht an einem Montag Morgen vielleicht doch noch irgendwie da spielen kann, wo du dir unfassliche Mengen an Bier reinschüttest, um zu vergessen, wie arg langweilig dir doch ist.

Ja, diese Lp ist natürlich ein großer Wurf geworden. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass in Texas wirklich die absolute Ödnis regiert, dass die Punkrock-Gemeinde dort eine sehr kleine aber sehr verschworene und dafür umso selektivere und bessere ist. Dem kann man wenig hinzufügen, denk ich, und Institute bilden da keine Ausnahme sondern übertreffen sich selbst von Tonträger zu Tonträger. 

Tat ich mir manchmal noch etwas schwer mit der Fahrigkeit der Vorgänger, präsentieren sie ihren Sound tighter denn je zuvor, düsen nur so durch sage und schreibe 13 Stücke, die aufgeladener kaum sein könnten. Über allem die Stimme des Sängers, der immer noch nach besoffenen Pöbeleien klingt. "Kompakt" ist ein unfassbar tolles Wort, das ich einfach mal beim Nachbarn geräubert habe und trifft auch hier mal wieder besser denn je zu. Ein Sound wie eine unkaputtbare Gerätschaft. Sozusagen der 1210er unter den Punkbands. Etwas garagiger ist die Platte hier und da geraten (Roll Music) und bei dem darauffolgenden Song meint man sogar eine Referenz an Destruction Unit raushören zu können. Sehr solide und gleichzeitig unfassbar aggressiv und energisch. Bandcamp

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