Montag, 8. April 2019

Gym Tonic - Good Job Lp (Et mon cul c´est du tofu?, Transistor 66)

Am Allerschwersten finde ich es eigentlich immer, über Leute zu schreiben die mir irgendwo sympathisch sind, die in den letzten Jahren wohl eine ähnliche Entwicklung durchmachten, die selben Bands aufsogen, in einer ähnlichen Frequenz schwingen wie ich. Ich kann da wohl nur für die Gitarristin der Band reden, die auch schon bei Canyon Spree spielte, deren Platte ich mir immer noch wahnsinnig gerne anhöre, eben weil sie außergewöhnlich, komplex und gleichzeitig sehr schön ist. Seinerzeit haben sie dadurch ein ähnliches Neuland betreten wie Le Pecheur, mit denen sie sich auch das Label teilten. 

In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert, aber der Draht nach Frankreich blieb bestehen, so landeteten Gym Tonic auf Et mon cul c´est du tofu, die wahrhaft bessesene Goldgräber und sozusagen ein sperrangelweit offenes Tor sind für Leute, die sich gerne etwas mehr damit beschäftigen wollen, was in Frankreich an abgefahrener Musik gerade so passiert.

Nach der Split mit P.U.F.F nun also ihre erste LP und ich bin förmlich aus dem Häuschen, bzw. wäre es gerne, da sie bald auf Tour kommen und die nächste Anlaufstelle wäre da wohl Freiburg, was auch nur gedanklich nicht weit weg ist. Auf meinem Bürostuhl bräuchte ich da wohl mehrere Tage.
 
Lieferten Canyon Spree noch den Soundtrack für finstere mittelalterliche Folterkeller oder wahlweiße verwunschene viktorianische "Herren"häuser, katapultieren sich die Leute mit Gym Tonic in die Zukunft, spielen sehr kompakten Garagepunk, der von den Synthesizer-Sounds dominiert wird und mich sofort an die Nots erinnert, damit wenigstens ein Name hier gedropt wurde. 
 
Man kann wohl nicht anders, als zu behaupten, dass sich auf dieser Platte Hit an Hit reiht und nicht ein Lückenfüller zu finden ist. Alleine schon "Survivor Of The Suicide Bridge", "Purple People Eaters", "B12 Injection" und "Nerds Of Doom" sind Songs, die man nicht oft genug hören kann, womit sie schon mal offiziell mehr Hits haben, als die Nots auf der ersten Lp und auch das ist ein objektiver Fakt. Genug geschleimt. Leih mir Geld, damit ich mir die Platte kaufen kann! Bandcamp

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