Dienstag, 30. April 2019

Vivienne Styg - Rose Of Texas ep (self released)

Hallo Bandcamp, hallo Nachbar, hallo Unbekannte(r) mit dem besten Musikgeschmack der Welt. Danke, dass du mich so sehr beschäftigt hältst und mir immer wieder so abkrasse Bands zeigst, wie diese hier, die mich schon völlig durch den Gesang vereinnahmt hat, der fast so wirkt, wie bei "Hands around my throat" von Death In Vegas entliehen oder eben auch an Casual Hex

Sehr cooles Lo-Fi Geschrammel, das nicht nur im Gitarrensound schon mal an die guten alten Neo Boys erinnert, sondern vielleicht auch mit "Rich Mans Commodity" einen entsprechenden Seitenhieb liefert und durch den blechernen Gesang eine sehr futuristische Kante bekommt. Mehr davon!! Bandcamp 

Tonträger der Stunde



Mach sofort den Computer aus!


Bandcamp macht irre - jetzt ist es raus! Ich meine, mal im Ernst, ich kann mich wirklich nicht entscheiden, wie ich das Grüppchen dort sehen möchte. Mal abgesehen vom stetigen Input an coolen Bands wurde ich nie so sehr zum Lachen gebracht wie auf dieser Plattform. Mir drängen sich sofort Bilder von schnatternden Raben auf einer Stromleitung auf,

Sonntag, 28. April 2019

Samstag, 27. April 2019

The Stutter - Demo Ep (self released)

Starke Demo einer Band aus Philadelphia, deren Intro mich sofort an Sang erinnert und ab da gibt es sehr flott runtergezockten trashigen Hardcore-Punk, der sich sicherlich nicht im Hintergrund der Bandcamp-Galaxie und in der immensen Fülle an HardcoreBands zu verstecken brauch. 

Die Vocals überschlagen sich förmlich und die Instrumente peitschen einen nur so durch 10 Songs in 11 Minuten. Sofort werden Erinnerungen wach an feinste Bands des Genre, die mittlerweile leider allzu spärlich gesät sind. Bandcamp    

Donnerstag, 25. April 2019

Talky Nerds - Dungeons & Drugs Lp (Pouet Schallplatten)

Geballtes Namedropping... Schon alleine beim großartigen Artwork. Also kann man sich sicher sein, dass allerfeinstes Zeug abgeliefert wird und nicht nur ein x-beliebiger Aufguss. 

Alleine das erste Stück macht schon dermaßen gute Laune und gibt die Fahrtrichtung der Platte vor. Super verschwirbeltes Zeug, das sich irgendwo zwischen Proto-, Garage- und Glampunk bewegt. Was bitte kann da noch schief gehen? Gaaaar nichts! Trotz der neuen Pfade die da begangen werden, hört man durch, wo sich die Leute bisher verausgabten, sei es nun bei den hymnischen Gesangsparts oder den schön locker aber sehr tight geschrammelten Gitarrenparts. 

Diese Lp kann man wohl wirklich als die Essenz aus allen Bands, bei denen sich die Leut sonst so verausgaben betrachten. Man muss keine magischen Fähigkeiten besitzen um erahnen zu können, dass das live sicherlich der absolute Knaller ist. Bandcamp    

Dienstag, 23. April 2019

Bandanfrage 420.2.0


Hallo ihr Süßis,

wir, d.h. "Die Skilanglauf-Gruppe Obersontheim" suchen noch nach einer Auftrittsmöglichkeit im Sommer. Wir machen so Queercore mit dezimiert politischer Haltung. Unsere Einflüsse reichen von Kathleen Hanna über Girlschool bis hin zu Törso (das ist unser Motto, Glieder ab!). Früher waren wir auch antideutsch aber mittlerweile wählen wir die AfD, weil wir da unsere radikalen Interessen an einem freiheitlichen Abendland noch wirklich gewahrt sehen. Ich meine, mal unter uns Genossen*Innnen, die Moslems, die sind doch alle... (tuschel tuschel). Kritik generell ist wirklich sehr sehr wichtig für uns, so haben wir uns in unserem AK jahrelang in einem Jugendzentrum dafür stark gemacht, all den Barbaren aus dem Ausland mal so richtig zu zeigen, wer die Hosen anhat in unserem Kaff. Konnte doch keiner kommen sehen, dass die AfD da einfach mal so durchrutscht. Jetzt sehen wir das Alles bißchen lockerer, weil eh alles egal ist...
Trotzdem finden wir es unerhört, dass all die ausländischen Bands den deutschen immernoch die Slots wegnehmen.
Hier schon mal zwei Songs vorab. Der eine ist blau-weiß, heißt "Es ist schlecht Franzose zu sein" und handelt davon, dass es von der dortigen Entwicklung nix zu lernen gab. Der andere ist grün (wegen Aneignung) und heißt "Wenn die Realität in dein Ghetto kracht". Also, wir würden uns sehr sehr arg freuen, wenn ihr uns bei euch spielen lassen würdet. Dann gibts vielleicht auch ein Leckerli obendrauf!

Küsschen, eure "Die Skilanglauf-Gruppe Obersontheim"  

Video der Woche

Doppelgänger-Vernissage

Das sind meine zwei Lieblingsdoppelgänger. Aus dem zweiten kommt sogar Musik raus. Die Geschichte dazu kannst du dir in deiner Lieblingsfarbe ausmalen. Auf Nachfrage schick ich das ganze Quartett mit allen Leuten aus meinem Freundeskreis. Schöne neue Punkrockwelt. 



Samstag, 20. April 2019

Gutter Girls - s/t Ep (Spoilsport Records)

Es ist offiziell, dass es in Australien einfach keine schlechten Bands gibt. Die Gutter Girls bilden da keine Ausnahme, sind eine sehr neue Band, die sehr schönen, verschrammelten aber äußerst zurückgelehnten Lo-Fi Punk spielen. Australien ist so arg weit weg, aber doch ist es sehr zu beneiden, was dort alles auf die Beine gestellt wird. Die spielen bald z.B. mit den wahnsinnigen Drug Sweat und ich wäre zu gerne dort! Wirklich gut! Bandcamp     

Dienstag, 16. April 2019

Song der Stunde

Scrap Brain - A Journey Into Madness Lp (Thrilling Living / Drunken Sailor)

Herzlich willkommen im Bermuda-Dreieck der kleinen Punkrockwelt. Ich habe zwar schon viele Reisen in meinem Kopf unternommen aber das gestern war wohl die heftigste. 

Hast du dir schon mal den letzten Tag auf Erden vorgestellt? 
Wie es wohl wäre, wenn plötzlich ein schwarzes Loch aus dem Nichts auftaucht? Was würde passieren? Ich meine, klar, als erstes wird die Atmosphäre aufgesogen und wir werden wohl platzen wie Luftballons. Kein großes Aufheben und keine Schmerzen und das Beste daran wäre, dass all die anderen Arschlöcher auch drauf gehen müssten. 

Wie würde dieser letzte Tag wohl aussehen? Wie wäre die Berichterstattung im Fernsehen und Radio? Würden die Menschen alles stehen und liegen lassen, sich einfach überall hinsetzen und an ihre Liebsten klammern? Klar, und sie würden sich wohl unfassbar besaufen, sich die heftigsten Drogen reinknallen, manche würden vielleicht denken, sie könnten mit ihren Autos in das schwarze Nichts schweben, manche würden es vielleicht verpennen und in ihren Zimmern zermalmt werden. 

Mit diesen irrsinnigen Gedanken bin ich gestern, also heute morgen um 5 eingeschlafen und 10 Stunden später stand die Erde immer noch (ich hätte es wohl verpennt, das Ende) und ich wurde im Bus ohne Fahrkarte erwischt. 

Jahrzehntelang haben sich Wissenschaftler gestritten, wie es wohl für einen Astronauten wäre, in ein solches zu fliegen, wenn man also dem Ereignishorizont zu nahe kommt, ob er oder sie zu einer Spaghetti gedehnt wird und einfach zerreißt oder verbrennt und als Brikett die Reise antritt. Die Bilder liefern wohl des Rätsels Lösung. Tägliche Routine also in meinem Kopf drin...   

Mit dem Bermuda-Dreieck mein ich aber nicht meine Probleme sondern etwas, das so gefährlich nicht mal ist: eine Zusammenarbeit zwischen coolen Leuten über den Planeten verteilt. Aber es geht schließlich nicht um die Bilder, die in deinem Kopf gemalt werden, es geht nicht um die inneren Dialoge, die du mit der ganzen Welt führst, sondern in erster Linie mal um die Musik und was Scrap Brain abliefern ist nicht erst seit gestern der absolute Hammer. 

Es gibt so unsagbar viele Hardcore-Bands und dann gibt es halt auch noch mich, ein dummes altes Punkrock-Kid, das eigentlich überhaupt nichts checkt, aber so was halt auch mag, also ultra-vetrackten Hardcore-Punk, der den (musikalischen) Wahnsinn so gut vertont wie wenig anderes zuvor. Heads up! Bandcamp

Samstag, 13. April 2019

Video der Woche

Mardou - Bitter Energy Ep (Wasted Tapes)

Junge, Junge... Also doch wieder ab in die Niederungen der Hölle. Was für eine abartig großartige Band. Das ist bereits ihr zweiter Longplayer und sie spannen mal ganz locker den Bogen zwischen schrammeligem, knackigem PostPunk bis hin zu veralpträumten Shoegaze-Nummern, die mich gerade jetzt bei "Immersion" an The Feeling Of Love erinnern. Da ich bei der gefühlt 100sten Tasse Kaffee heute angekommen bin und er anfängt fast schon psychedelisch zu wirken, lass ich meine Gedanken zur Musik einfach mal Karussell fahren. Bandcamp  

All Girls Arson Club - Dark Fruits Ep (Delicious Clam)

O, oh, es ist ein Popo. Ich war mal so frech und hab den einfach hierher kopiert. Die Band mit dem wunderbaren Namen habe ich gestern entdeckt und bin heute ungelogen mit dem Gedanken an sie aufgewacht und nur, weil ein Hintern auf dem Bild zu sehen ist fange ich sicherlich nicht an, laut darüber nachzudenken was er uns sagen möchte. Das überlass ich dir selbst :)

Viel interessanter finde ich da schon, was sich hinter dem Cover versteckt. Überraschung, eine Ep und eine wirklich großartige noch dazu. Lo-Fi Pop in aller aller bester Tradition, obwohl ich letzteres Wort wirklich nicht mag, aber man merkt sofort, wie perfide genau dieses Feld von der Band beschritten wird. 

Die Instrumentierung ist sehr schlicht, äußerst wirksam und sozusagen ein einzig großer Fingerzeig auf die wahnsinnigen Stimmen der Sängerinnen. Ok, jetzt komm ich vielleicht doch ein wenig ins Schwafeln. Gerade, dass der zweite Song einfach "nur" ein Liebeslied ist, macht diese Band in meinen Augen und Ohren nur umso sympathischer und ich schweife gedanklich in amerikanische Garagen der 60er ab. Mega schön! Du sag mal, wenn du den Joint fertig gedreht hast, bekomm ich dann einen Zug? Bandcamp

Donnerstag, 11. April 2019

Virvon Varvon - Mind Cancer Ep (Girlsville)

Ich liebe es, mich von einer Band in die Irre führen zu lassen. Also erstmal das bombastische Artwork, das defintiv eher eine D-Beat Band vermuten lassen könnte, aber das könnte weiter nicht daneben liegen und man bekommt Garagepunk von Leuten, die sich schon ungeheuer lange in genau dieser Szene rumtreiben und gerade die Sängerin klingt wie die junge Alix Brown bei den Lids.  

Als wäre das noch nicht genug, hat sich auch ein Mitglied von Black Time in die Band verirrt, was jeden Fan schon defintiv mal aufhorchen lassen sollte und tatsächlich schaffen es die Leute einen Sound aufleben zu lassen, der alle Hürden der letzten Jahre gekonnt umschifft und sehr zeitgemäß daher kommt, aber so auch zu den besten Zeiten von Rip Off Records hätte passieren können.

Das ist wirklich aller-reinster Stoff, glaub mir und genau das, was das Zeug aus Memphis einem gelehrt hat, dass es möglich ist, gleichzeitig sehr abgefuckt und extrem poppig diesen ominösen Punkrock zu spielen. Mit das Beste, was ich seit Langem gehört habe und mehr Detailverliebtheit ist trotz dem krachigen Minimalismus kaum mehr vorstellbar. Bandcamp     

Mittwoch, 10. April 2019

Handling Punkrock like a trve Champ

Gomme - Absent Healing Ep (Digital Regress, Adagio830, Et Mon Cul)

Paris ist dran. Ich glaube, es ist für dich.
Also, haben sie mich schon völlig mit ihrem Demo-Tape weggebeamt, treiben sie das mit dieser Ep nochmal auf ganz andere Spitzen. Ich meine, mal im Ernst, das ist ganz großes aber doch sehr gruseliges Tennis und das nicht nur musikalisch. Es gibt Tiere, an die muss ich unweigerlich denken, wenn ich die ersten Akkorde des ersten Stückes höre und ab da fühlt man sich direkt, als würde man in einen tiefen, schwarzen Abgrund gestoßen werden.

Intensiver könnte PostPunk heutzutage kaum mehr betrieben werden und die Schrecken, die hier vertont werden, wirken doch sehr real. Musik, vor Allem gute, wie diese hier muss sich nicht immer gut anfühlen um sich gut anzufühlen. Ich werde da doch auch ein wenig an eine Mischung aus Sex Church und Wall Of Death erinnert in dieser sehr gelungenen und gruseligen Mixtur aus Psych- und PostPunk, der schwer vor sich hinwalzt und mich völlig aufgelöst zurücklässt. Bandcamp  

Montag, 8. April 2019

Video der Woche

Gym Tonic - Good Job Lp (Et mon cul c´est du tofu?, Transistor 66)

Am Allerschwersten finde ich es eigentlich immer, über Leute zu schreiben die mir irgendwo sympathisch sind, die in den letzten Jahren wohl eine ähnliche Entwicklung durchmachten, die selben Bands aufsogen, in einer ähnlichen Frequenz schwingen wie ich. Ich kann da wohl nur für die Gitarristin der Band reden, die auch schon bei Canyon Spree spielte, deren Platte ich mir immer noch wahnsinnig gerne anhöre, eben weil sie außergewöhnlich, komplex und gleichzeitig sehr schön ist. Seinerzeit haben sie dadurch ein ähnliches Neuland betreten wie Le Pecheur, mit denen sie sich auch das Label teilten. 

In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert, aber der Draht nach Frankreich blieb bestehen, so landeteten Gym Tonic auf Et mon cul c´est du tofu, die wahrhaft bessesene Goldgräber und sozusagen ein sperrangelweit offenes Tor sind für Leute, die sich gerne etwas mehr damit beschäftigen wollen, was in Frankreich an abgefahrener Musik gerade so passiert.

Nach der Split mit P.U.F.F nun also ihre erste LP und ich bin förmlich aus dem Häuschen, bzw. wäre es gerne, da sie bald auf Tour kommen und die nächste Anlaufstelle wäre da wohl Freiburg, was auch nur gedanklich nicht weit weg ist. Auf meinem Bürostuhl bräuchte ich da wohl mehrere Tage.
 
Lieferten Canyon Spree noch den Soundtrack für finstere mittelalterliche Folterkeller oder wahlweiße verwunschene viktorianische "Herren"häuser, katapultieren sich die Leute mit Gym Tonic in die Zukunft, spielen sehr kompakten Garagepunk, der von den Synthesizer-Sounds dominiert wird und mich sofort an die Nots erinnert, damit wenigstens ein Name hier gedropt wurde. 
 
Man kann wohl nicht anders, als zu behaupten, dass sich auf dieser Platte Hit an Hit reiht und nicht ein Lückenfüller zu finden ist. Alleine schon "Survivor Of The Suicide Bridge", "Purple People Eaters", "B12 Injection" und "Nerds Of Doom" sind Songs, die man nicht oft genug hören kann, womit sie schon mal offiziell mehr Hits haben, als die Nots auf der ersten Lp und auch das ist ein objektiver Fakt. Genug geschleimt. Leih mir Geld, damit ich mir die Platte kaufen kann! Bandcamp

Samstag, 6. April 2019

Witching Waves - Persistence Lp (Specialist Subject)

Ich habe mich ungelogen in diese Band verliebt und umso aufgeregter war ich, als gestern alle Songs online anzuhören waren. Gerade mal eine Platte scheint noch zu haben zu sein, also waren all die anderen Nerds unglaublich schnell.

Ich meine ganz im Ernst, diese, ihre dritte Lp stellt für mich so ziemlich die Quintessenz dessen dar, was guten, erwachsenen Punkrock gerade heute ausmacht. Erwachsen klingt seltsam, aber man merkt einfach, dass kein Hehl darum gemacht wird, dass die Leute hinter den Instrumenten eine lange Sozialisation durchmachten und all das Aufgesogene auch wiederum bestens umzusetzen verstehen.

Ich würde wirklich dabei bleiben, zu behaupten, dass da eine Menge Lo-Fi Pop der frühen 80er genauso konsumiert wurde wie zeitgenössischer Punkrock, der fluffiger kaum sein könnte, obwohl immer wieder Zugeständnisse an schön ratzige Garagesounds gemacht werden. 

Gerade eine solche Band zeigt doch wunderbar auf, dass es nicht nötig ist, die völlig kaputten Soziopathen zu mimen und dass gerade die Bands die interessantesten sind, die sich nicht vom globalisierten Punkrockwahnsinn (ich nenn das jetzt mal so) mal in die eine oder in die andere Richtung schubsen lassen und versuchen etwas eigenständiges zu schaffen, dass in diesem Fall einfach nur unglaublich schön ist.

Schon alleine, dass der Großteil des Gesanges durch die Schlagzeugerin bewältigt wird, macht diese Band so außergewöhnlich und wirklich jedes einzelne Stück wartet mit einem unglaublich, lockeren Flow auf. Wirklich eine Band, die ich allzu gerne mal hören und kennenlernen würde. Bandcamp  

Protruders - Poison Future Ep (Feel it)

"Montréal's premier art-punk/neo-proto-punk band Protruders" wird augenzwinkernd von Feel It - Records geschrieben und hat mir dadurch einen herzlichen Lacher beschert. 

 

Es gibt Bands, die sich einfach richtig für mich anfühlen und eben diese gehört defintiv dazu. Der Wahnsinn ist kaum mehr zu überblicken und wurde die eine Band durchzelebriert, bis nur noch Knochen übrig sind und niemand mehr so wirklich weiß, wie ihm oder ihr noch geschieht, kommt auch schon das Nächste um die Ecke gesegelt und Alle drauf wie die Fliegen auf den Misthaufen, aber nicht, dass die Bands Schuld daran wären. Die Punkrockwelt scheint gerade auf ein Minimum zusammenzuschrumpfen, was den Wahnsinn zu einem sehr kollektiven werden lässt. Kein Plan wie ich das Alles finden will. Vielleicht weißt du, was ich meine?

 

Gerade dann ist es doch enorm schön, auf eine solche Band zu stoßen, die in Toronto und Montreal schon eine Hausnummer wurde, deren Mitglieder sich auch schon bei Kappa Chow verausgabten. Erinnert mich sofort an die besten Dirtnap-Tage und nicht zuletzt an Cheap Time, eben durch eine Experimentier-Freudigkeit, die den Spagat zwischen Garage- und PostPunk schafft, als wäre es das einfachste der Welt. Bandcamp 


Freitag, 5. April 2019

Weapons Expert - Do you want to die (tdk recordings)

Genau so etwas brauche ich im Moment. Postpubertäre Weltenvernichtungs-Phantasien, eingettet in mega drolliges Lo-Fi Geschredder. Wie gut ist das bitteschön? Alleine schon der Name des Projektes hat einen Preis verdient, wenn man mich fragt.

"this is a collection of songs i made, mostly about killing you"
wird als Erklärung nachgereicht und befördert sie in den Lo-fi Pantheon direkt neben Son Of Salami. Großartig! Bandcamp 

Donnerstag, 4. April 2019

Neu in der Horde


Sap - 2 Ep (self released)

Also, das geht jetzt erstmal an dieser Band vorbei. Ich meine, ich hab mich gestern echt schlapp gelacht. Da flieh ich vom realen Wahnsinn in meine Kellerbude, mach den Computer an, will mir ganz gediegen die neuesten coolen PunkBands von Übersee anhören und ich bin einfach mal von völlig Bekloppten umgeben.
Das war ein Kompliment. Also, ja du da, falls du mich liest, du bist auch eingeladen zum Punkrock-Kaffeekränzchen, zumal wenn du so einen leckeren Kuchen mitbringst. 

Diese Band ist sehr sehr neu und ich hoffe, sie verzeihen mir, dass ausgerechnet so ein verwirrter Otto wie ich ein Review über sie schreibt, zumal der Google-Translathor wohl nur irgendwelchen Mist ausspuckt. Aber ich bin wirklich zu faul, mich im Englischen zu üben. 

Man hört, dass die Leute bereits einiges an Erfahrung in anderen Bands sammeln konnten und es wird sehr schöner klassischer Punkrock präsentiert, dem man einfach anmerkt, dass sie sich teilweiße schon sehr im Zaum halten müssen, aber es ist doch wirklich keine Schande ab und an auch mal raushängen zu lassen, dass man versteht wie ein Instrument bedient wird.  

Oh, da fehlte was. Also, auch, dass die Gitarre manchmal schön wabernde Effekte einbaut und die psychedelische Ecke auch ihre Entsprechung auf dem Artwork findet, find ich irgendwie cool. Coole real existierende Kassette von Leuten, die auch real existieren. Gefällt sehr gut! Bandcamp

Montag, 1. April 2019

Big School - It´s really real Lp (self released)

PowerPop ist wohl der nerdigste Onkel oder wahlweiße die sonderbarste Tante in der Punkrock-Familie und vielleicht deswegen eine(r) der sympathischsten. 
Gerade jetzt werden einem ja die Perlen nur so um die Ohren gefeuert (neue Releases der Los Pepes, Steve Adamyk Band...) und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es ausgerechnet immer die guten Bands bleiben werden, die auf taube Ohren stoßen. 

Warum ist das so? Vielleicht ja wirklich, weil die Menschen dumm sind, keinerlei ästhetisches Empfinden haben, eine gute Band nicht einmal dann erkennen würden, wenn sie auf Mikroben-Größe geschrumpft wäre und 24/7 direkt in ihren Gehörgängen spielen würde. 

Wirklich, der Punkt ist bei mir längst überschritten, an dem mich schlechte, aufgesetzte Musik zorniger macht, als vieles andere, das diesen eigentlich eher verdient hätte. Mir ist sehr wohl bewusst, dass das sehr arrogant und fast schon widerlich elitär klingt, aber vielleicht kannst du mich da ja verstehen.

So, aber ich schreibe hier schließlich kein Review über eine menschenverachtende Blackmetal-Band, sondern über eine PowerPop-Band, die mir bis dato noch nicht bekannt war und dir vielleicht auch nicht. Wenige Hintergund-Infos gibt es zu den Leuten zu finden, aber ist das wirklich nötig? Ich meine gut, sie kommen aus Kanada, ein Land das wirklich schon einige geile Bands des Genre hervorgebracht hat, aber spielt das wirklich eine Rolle? 

Ich muss dir nicht erklären, wie eine PowerPop Band klingt oder? Dass das natürlich höchst melodisch, bapp-süß, schneidig, tight, tanzbar, schön, ausgefeilt, zurückgelehnt, cool ist und live wahrscheinlich extrem fett aus den Boxen drückt, wie man so schön sagt. Da dies hier ein Online-Fanzine ist, musst du einfach nur auf diesen Link drücken und du kannst dir das anhören und es vielleicht auch so toll finden wie ich: Bandcamp