Dienstag, 12. März 2019

Rock im Sarg - Ein Angriff auf die Lachmuskeln


Ich frage mich manchmal schon, ob Hardcore-Christen überhaupt noch bewusst ist, wie sehr sie anderen einen Lacher nach dem anderen bescheren. Auch dieses Buch ist wirklich eines, das man mir schon aus meinen kalten, toten Händen entreißen müsste. 

Es stammt aus dem Jahr 2008 A.D. und wie auf jeder guten Beerdigung, wird erst die Biografie des entsprechenden Künstlers oder der Künstlerin erzählt um sie dann sacht bei der Hand zu nehmen und von den Niederungen des irdischen Daseins und der satanischen Rituale in die barmherzigen Hände des Gottvaters zu begleiten. 

Wirklich jede Geschichte darin ist ein literarischer Erguss, erste Sahne sozuagen und wie ihr vielleicht erkennen könnt, hat sich sogar GG Allin in dieses Bändchen verirrt und es ist zu geil, was da Alles so steht: 


" Wer war GG Allin? Ein moderner Christus? Der letzte wahre Rock'n'Roller? Der abscheulichste Punkrocksänger aller Zeiten? Ein Kritiker sagte über ihn: "Diskutieren über GG Allin kann man wirklich nicht. GG Allin ist scheiße? Richtig, er isst sie."

Geschmacklos, pervers, brutal, asozial, ein dumpf brüllendes Tier, ein Arschloch, dreckiger Abschaum, das sind nicht Aussagen seiner Feinde, sondern so bezeichnete sich GG Allin selbst.

[...] 
GG Allin wurde am 29. August 1956 als Jesus Christ Allin in New Hampshire geboren. Jesus Christ? Einer angeblichen Engelsvision seines geistesgestörten Vaters zufolge sollte dessen ungeborener Sohn ein großer Mann in der Art des Messias werden. 

[...]
GGs Drogenabhängkeit war buchstäblich und er verwahrloste zunehmend: Er spritzte Heroin, soff bis zum Umfallen, konsumierte alle Gifte, die er bekommen konnte. Er fing damit an, vor seinen Auftritten Abführmittel zu schlucken, um auf der Bühne eine entpsrechend abstoßende Show präsentieren zu können.

[...]
Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber Gott hat GG Allin geliebt, auch wenn alle ihn gehasst haben.

[...]
Die Bibel sagt in Titus 3,3-7:
Denn auch wir waren früher ohne Verstand, ungehorsam und vom richtigen weg abgeirrt. Wir waren Sklaven aller möglichen Lüste und Begierden, lebten in Neid und Bosheit dahin, verhasst und uns gegenseitig hassend. Dann aber wurde die Freundlichkeit und Menschenliebe von Gott unserem Retter sichtbar:

   

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