Montag, 21. Januar 2019

Press Club - Late Teens Lp (self released)

Verdammt, wie gut bitteschön ist diese Band? Wirklich, nachdem man all die Stücke durchgehört hat, brauch man erstmal wieder zwei Wochen lang absoluten Shit-Fi von irgendwelchen hängengebliebenen rotznäßigen Teenagern, um die Fülle an ungewohnter Tiefe wieder aus dem Kopf zu spülen. Klingt nicht wie ein Kompliment, soll aber eines sein. Wäre ich Fat Mike würde ich mir meinen kleinen Finger abnehmen lassen, um diese Band auf meinem Label rausbringen zu DÜRFEN. 

Nicht nur, dass hier gruselig gut die Instrumente bedient werden, eine allerallerbesteste Mischung aus Skatepunk und ich-wage-es-zu-behaupten Posthardcore zusammengespielt wird, auch verleiht 
die Stimme der Sängerin der Band den letzten Schliff und eröffnet 
ein ganzes Universum an fast schon schmerzhafter Emotionalität,
die selbst Steine erweichen sollte. Man bekommt wirklich Bock, sofort die Schuhe anzuziehen, einen Rucksack zu packen und sich auf die Suche nach dem Leben zu machen, das sich richtig anfühlt.

Selten bekam ich das Gefühl, dass eine Band so kurz davor ist, jeden Menschen, der sich nur im Ansatz für Punkrock begeistern kann, so dermaßen zu verzaubern, dass Tagesausflüge unternommen werden, um sie sehen zu können. Das ist sozusagen ein Vorschlag, denn die spielen im April zum Beispiel in München.
Abgefahrene Band, die den aufgesetzten Muff eines ganzen Genre 
locker abschüttelt und wieder in eine Bahn zu lenken versteht, die besser und authentischer kaum sein könnte. Bandcamp 

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