Donnerstag, 27. Dezember 2018

Black Mambas - Moderation (Disconnect Records)

Das Album-Cover spricht Bände. Es geht um Punkrock, der beim ersten Stück sofort Erinnerung wachruft an marodierende PunkGangs, degenerierte Rotzlöffel, die ihrer dahinsiechenden Oma das Morphium klauen, um die Party des Jahrzehnts zu feiern. Gelebter Nihilismus. Die Fast Neil Young und so. Völlig gagaesk und mit verdrehten Augen auf dem Moped zum Konzert des Jahres fahren. Feinster 77Punk, der wohl nicht zufällig an die Cute Lepers, Cyanide Pills, Johnny Thunders und Konsorten erinnert, aber so blitzvergnügt und zackig, dass man mir das Grinsen schon aus dem Gesicht schneiden müsste. Nein, die Wahrheit ist schließlich, dass ich im Warmen vor dem Computer sitze und vor mich hin nostalgier, Angst davor habe, die Band zu googlen, weil ich mich dann vielleicht ernsthaft Bildern von schwarzen Mambas aussetzen müsste. Aber der Filter in meinem Kopf hat diese Mamba in eine Süßigkeit verwandelt, eine für die Ohren. Bandcamp 

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